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Drucken 11-09-2022 | Staat und Gesellschaft

Eine neue Zeitenwende für die 'Ampel'

Kerken, den 11.September 2022 - Nicht ein volles Jahr währt die Kanzlerschaft von Olaf Scholz, um in einem Dilemma zu enden.
Natürlich war dieses Dilemma bei Antritt der "Ampel" nicht absehbar: Krieg in der Ukraine mit völlig neuen und gefährlichen Herausforderungen und dann auch noch die Inflation, deren Ursprung in den weltweiten pandemiebedingten Störungen der Produktions- und Logistikprozesse begründet liegt. Das Ausmaß und die Auswirkungen der Inflation sind noch nicht absehbar, denn sie werden durch eine Energiekrise befeuert, deren Ausmaß und Schaden für die Bevölkerung heute ebenfalls noch nicht absehbar ist.
Da trifft es sich ganz schlecht, wenn der zuständige Fachminister für Wirtschaft und Klimaschutz öffentlich Kompetenzlücken offenbart.
Das Vertrauen der Bevölkerung in die Problemlösungskompetenz der Bundesregierung schwindet rapide und mit jedem Tag mehr, an dem wir auf den Winter zusteuern. Medienbeiträge behandeln mit zunehmender Frequenz die Konsequenzen aus landesweiten Stromabschaltungen. "Wenn Sie nicht wollen, dass Ihr Gefriergut vergammelt, dann schaffen Sie sich einen Notstromgenerator an, u.V.m.".

Die Russen stellen die Gaslieferungen ein, wir erzeugen nach wie vor Strom aus Gas-Kraftwerken einerseits und fordern als Grüne nach wie vor die Abschaltung der AKW.

Ich selbst habe unter dem desillusionierenden  Komplettversagen der CDU, personifiziert durch den selbsternannten Kanzlerkandidaten Laschet, die Ampel begrüßt und Hoffnungen auf mutige junge Leute gesetzt.

Nicht ein Jahr später bin auch ich wieder dort, wo ich vor einem Jahr stand: frustriert und ratlos, ob der mangelhaften Qualität unserer politischen Führung.

Bei aller Sympathie für den Menschen Robert Habeck, kann ich mir aber nicht vorstellen "dass bestimmte Branchen einfach erst mal aufhören, zu produzieren." (Habeck bei Maischberger)

Wer sich das vorstellen kann, muss sich auch vorstellen können, wie ein ganzes Land auf die Strasse geht.
Und das möchte ich mir nicht vorstellen.

Ihr Rainer Willing, Dipl.-Betrw.