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Drucken 19-01-2023 | Staat und Gesellschaft

Bundeskanzler Scholz handelt richtig. Jedenfalls in der Frage der Lieferung des Kampfpanzers Leopard.

Spezial-Kommentar vom 19. Januar 2023

Kanzler Olaf Scholz orientiert sich an der Haltung der USA. Und diese lehnt die Lieferung amerikanischer Kampfpanzer ab. Und das hat gute Gründe. Dieses moderne Kriegsgerät ist in der Bedienung so komplex, dass die notwendige Ausbildung Wochen in Anspruch nehmen würde. Dazu kommt, dass nahe der Einsatzorte Instandsetzungseinheiten vorhanden sein müssen, die über diese speziellen Ersatzteile verfügen. All das ist in der aktuellen Kriegslage überhaupt nicht umzusetzen.
Eine Entscheidung des Bundeskanzlers, mit Lieferungen oder der Gestattung von Lieferungen anderer NATO-Staaten an die Ukraine wäre ein gefährlicher Alleingang, der ein unkalkulierbares Risiko nach sich ziehen würde. Da wir angesichts der ohnehin ungenügenden Zahl an einsatzbereiten Leopard Kampfpanzern nicht entscheidend in das Kriegsgeschehen eingreifen können, ist nicht nur das Risiko des Scheiterns solcher Lieferungen groß, auch auf die Hilfe der US-Regierung können wir nicht hoffen, wenn wir deren Beispiel nicht folgen.
Bleibt zu hoffen, dass Kanzler Scholz sich von dem Lamento der Medien, der Opposition und den Grünen weiterhin nicht beeindrucken läßt.

Kommentar unserer Redaktion Rainer Willing
(Rainer Willing ist auch Hauptmann d.Res. und hat 12 Jahre (1968-1980) im Heer gedient, zuletzt als Nachschuboffizier in der Panzergrenadierbrigade 32)

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